Sprache
Einfache Sprache
Die Landshuter Hochzeit 1475, bei der Hedwig von Polen mit Georg von Bayern-Landshut verheiratet wurde, verband das polnische Königshaus und die Wittelsbacher – für letztere ein Prestigegewinn, für die andere Seite eine Rückbindung zu den Mächten im Reich. Die Trauung fand nicht hier, in der Burgkappelle St. Georg statt, sondern unten in der Stadt in der Martinskirche – genau wie das mehrtägige Fest. Dabei spielte vor allem der brandenburgische Kurfürst aus dem Haus Zollern eine herausragende Rolle: Er reiste mit dem größten Gefolge an und trat als Hofmeister auf. So wollte er zeigen, dass seine Familie ebenfalls würdig war, eine Eheverbindung mit dem polnischen Königshaus einzugehen. Es gelang! Nicht einmal vier Jahre später heiratete sein Sohn Sophie von Polen, die jüngere Schwester der Landshuter Braut. Die Gewänder auf der gegenüberliegenden Empore werden von den Eltern des Bräutigams, dem brandenburgischen Kurfürstenpaar sowie der „alten Frau von Sachsen“ – der Großmutter des Bräutigams – bei der berühmten „Landshuter Hochzeit“ getragen, dem Historienspiel, das nahezu alle vier Jahre im Sommer hier in Landshut stattfindet.
Bewerte diese Geschichte
