Sprache
Einfache Sprache
Der nun folgende Parcours mit ausgewählten Exponaten, Hands-on-Stationen, Texten, Grafiken und Bildern führt Sie durch die Abschnitte fürstlicher Hochzeiten. Sie waren die einzig erlaubte Möglichkeit, dass das Ehepaar eine körperliche Beziehung zum Fortbestand der Familie eingehen konnte. Neben aller Politik war das der Hauptgrund für eine Ehe. Während viele alt eingesessene Fürstenfamilien ihre Herkunft eher mit der rein männlichen Abstammungslinie zeigten, nutze die aufstrebende, noch junge Herrscherfamilie der Zollern ein anderes Bild: hier sind nicht nur zusätzlich Töchter aufgenommen, sondern auch – auf Wölkchen – alle angeheirateten Personen, um Fülle und Vernetzung zu demonstrieren. Da Fürstenhochzeiten militärische Bündnisse und Grenzverläufe absicherten, Frieden schaffen sollten und Besitzverhältnisse regelten, entstanden in ihrem Umfeld regelrechte Aktenberge. Die Braut war Unterpfand der politischen Verträge, ihr Körper wichtiges Kapital und ihre Brautfahrt – meist im goldenen Wagen – willkommenes Mittel zur Demonstration von Macht, Reichtum und Ansehen. Die Hochzeitsfeier selbst gliederte sich dann in einen kirchlichen und einen juristischen Akt, aber vor allem das große, meist mehrtägige Fest als Bühne der Macht, das den Veranstaltungsort in einen Ausnahmezustand versetzte. Wenn Sie mehr über den Vollzug der Ehe wissen wollen, nehmen Sie sich ein Blatt aus dem Fach – Sie dürfen es gerne mit nach Hause nehmen.
Bewerte diese Geschichte
